Bis jetzt sprintet alles planmässig und architektonisch ist alles im Lot

„Everyone is the architect of his own future“, für einige einfach ein hübscher Spruch, für Amaru jedoch Worte die ihm buchstäblich unter die Haut gehen und zwar ein Leben lang. Amaru hat sich dieses Lebensmotto auf seinen Unterarm tättoviert und baut aktuell am wohl wichtigsten sportlichen Gebäude in seiner bisherigen Karriere als Sprinter – Europameisterschaften 2014 in Zürich vom 12. – 17. August 2014.

Vielleicht war es aus diesem Grund ein bisschen still um Amaru in den letzten paar Monaten, zumindest auf dieser Homepage. Die Facebook Freunde unter den Lesern konnten zwar die Sprintrakete von Zeit zu Zeit virtuell verfolgen, aber grundsätzlich ist Mr. Raw im Konzentrations-Modus – Schaffe, schaffe Häusle bauen, ist man verlockt zu sagen. Was bekanntlich in der Immobilienbranche zählt, ist ja Lage, Lage, Lage... Der emotionale Wert der kommenden EM ist nur schon aus dem Grund sehr hoch, weil mit dem Austragungsort Zürich sehr viele positive Emotionen, aber auch entsprechend hohe Erwartungen verbunden werden.

Für Schweizer Leichtathleten und so auch für den Zürcher Sprinterknaben Schenkel ist dieser anstehende Gross-Anlass ein absolutes Highlight. Das emotionale Feuerwerk, welches jeweils am jährlichen Diamond League Meeting im Stadion Letzigrund explodiert ist einzigartig. Die Stimmung vor Heimpublikum ist für jeden Spitzensportler ein ganz besonderes Erlebnis und Schenks kam schon oft in den Genuss dieser einmaligen Atmosphäre, man denke beispielsweise an den 4x100m Schweizer Rekord oder seine zahlreichen Einsätze über 100m und 200m.

Doch die EM ist für die gesamte Schweizer Leichtathletik-Szene ein absoluter Höhepunkt und unglaublicher Attraktivitäts-Booster zugleich. So hat die eigens für die EM 2014 eingerichtete Plattform „Swiss Starters“ einiges zu bieten und die Athletinnen und Athleten stehen schon vor dem Auftritt im realen Stadion, im virtuellen Rampenlicht. Die Verantwortlichen sind verständlicherweise voller Erwartungen und der Druck auf die Athletinnen und Athleten ist entsprechend hoch. Schenkel ist sich dessen voll bewusst und bereitet sich wie immer professionell und äusserst akribisch vor. Step by step sprintet er in seiner Vorbereitung auf die persönliche Ziellinie zu. Diese Vorbereitung kann durchaus mit einem Hürdenlauf verglichen werden. So gibt es viele Hürden zu überqueren, seien es die zahlreichen Trainingslager, die harten Laufeinheiten, die knüppelharten Krafttrainings-Sessions mit mehr als 200kg auf dem Rücken oder auch der ständige Verzicht auf viel Verlockendes.

 

Bis jetzt sprintet auf jeden Fall alles planmässig – architektonisch ist also alles im Lot. Amaru befindet sich aktuell in der Beschleunigungsphase zur EM, denn der Start ist im bereits geglückt. So konnte er sich am vergangenen Wochenende den Schweizer Meister Titel über 60m sichern in einer ansprechenden Zeit von 6.70sec. Ein kleines Ausrufezeichen hat er also bereits gesetzt. Als nächstes steht ein Trainingslager in Südafrika an. Eine weitere hohe Hürde, was die Intensität der Trainingseinheiten angeht ist also verletzungsfrei zu überqueren – oder, architektonisch gesprochen: ein weiterer Baustein ist zu platzieren, schön waagerecht.

CH-Meister 2014 über 60m (Quelle: Samy Mettler)

 

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