Amaru-Air startete auf der Piste A1033 in Winterthur

Amaru ist offiziell in die wohl wichtigste Saison seiner bisher sehr erfolgreichen Sprint-Karriere gestartet. In Winterthur hat er sich mit voller Kraft für seinen Leichtathletik Club LVW eingesetzt und wertvolle Punkte für die Vereinsmeisterschaft geholt.

Er startete über 100m und 200m in den Einzeldisziplinen. Und die beiden Starts sind im definitiv geglückt. So konnte er über 100m mit 10.33sec einen super Einstieg hinzaubern und beim Lauf über 200m war er mit 21.01sec ebenfalls zufrieden. 

Die anstehenden Wettkämpfe sind bedeutend und dienen der Standort-Bestimmung im Hinblick auf die Europa-Meisterschaft 2014 in Zürich. Und Amaru hat mit den beiden Leistungen gezeigt, dass sein Kompass auf den Letzigrund, Austragungsort der EM, gerichtet ist und zwar unmissverständlich und schnurgerade ins Zentrum des Geschehens im August dieses Jahres.

Amarus Vorbereitung war denn auch auf diese Saison so hart wie noch ganz selten. Die beinharten Serienläufe auf der Rundbahn, reihenweise 300m mit verschwindend kurzer Pause dazwischen (für Interessierte Leser die den eigenen Fitness-Level testen möchten: 8x300m in 45sec mit 2 Minuten Pause, auf der Rundbahn - das ist ein Aufwärmprogramm für unsere Rakete, er freut sich auf die Berichte :-))

Der Autor dieser Texte wohnte einem Training von Amaru bei, bei welchem es einem definitiv Angst und Bange wurde. Sogenannte Hügel-Läufe standen auf dem Trainingsplan eines schönen Samstag-Morgens im März 2014. Normalos haben definitiv Mühe die besagte 100m Strecke den unglaublich steilen Anstieg in ZH-Höngg überhaupt zu Fuss zu überwinden - Schenkel machts im Sprint, joggt runter und machts nochmal und nochmal und nochmal... bis ihm seine Lunge, seine Beine und überhaupt sein ganzer Körper je eine SMS senden mit der Mitteilung: "Amaru stop it - its Game Over". Und auch der Autor vor Ort war irgendwann der Meinung: "Amaru du nimmst die Sache sehr ernst, aber bring dich bitte nicht um". Es war definitiv eindrücklich, wie sich ein Sprinter quälen kann für seinen sportlichen Traum - zumal die allgemein herrschende Meinung: "Sprinter sind faule Hunde" immer wieder zu hören ist. 

Amaru ist definitiv kein fauler Hund, er fühlt sich höchstens nach einem Training sprichwörtlich "auf dem Hund", doch Schmerzen sind temporär und Sieg hält ewig, das ist vermutlich das Motto der Sprint-Maschine Amaru. In ähnlicher Manier geht er auch mit den Eisenstangen und Gewichtsblöcken in den Krafträumen dieser Welt um. Eine unglaubliche Power hat sich Amaru in den Eisen-Kammern antrainiert - einige Video Sequenzen werden niemals die Öffentlichkeit erreichen, denn nach der Veröffentlichung müssten die Verantwortlichen in Hollywood die Körperfarbe des allbekannten HULK mit sofortiger Wirkung übersprühen.

Amaru rechnet in seinem Krafttrainings-Programm schon lange nicht mehr mit KGs, sondern in Tonnen. So hat er gut und gerne in 10 Minuten über 4 Tonnen in die Höhe gestemmt und seine pulsierenden Ober-Schenkel in Hydraulische Super Kompressoren umgewandelt. Ein Spektakel dieses Krafttraining von Amaru auf jeden Fall. SMS von seinen Beinen mit der Bitte um Gnade leitet Amaru schon lange weiter - an die Nummer 0800"hört-auf-zu-weinen-ihr-Pussies". 

Ja und jetzt ist das Pulver der rhetorischen Worthülsen verschossen und das Erwartungs-Projektil ist auf dem Weg ins Ziel: EM 2014 im Letzigrund. 

Einen schönen Abend wünscht euch Amaru und lässt ausrichten: "Nächsten Dienstag 3. Juni gehts auf nach Bellinzona, drückt mir eure Daumen - euer Oberschenkel"

 

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